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Presseauswahl: » Figuren wie aus dem Holz geschlagen » Vom 57. Künstlerstammtisch » Kettensägen-Spektakel zugunsten von "amnesty international" » Feuer und Eis Figuren wie aus dem Holz geschlagen Chris Hinze stellt sich mit seinen Skulpturen als "Voyeur" in der Staudenhofgalerie vor VON DIRK BECKER Man sollte sich etwas Zeit nehmen für diese Skulpturen und Bilder, die auf den ersten Blick so archaisch wirken. Figuren, die in ihren schlichten Formen an die religiösen Schnitzarbeiten afrikanischer Naturvölker erinnern. Diese Bilder auf groben Brettern, die keine Zwischentöne kennen. Schwarz, Weiß und Rot die Farben, die den Figuren Bewegung geben, sie tanzen lassen. Man sollte die Formen auf sich wirken lassen, die dann vielleicht etwas erzählen können, was bei einem kurzen Draufblick verborgen bleiben würde. Am vergangenen Mittwoch Abend wurde im Internetcafe Staudenhof Am Alten Markt die Ausstellung "Voyeur" des Künstlers Chris Hinze eröffnet. Mit "Roter Engel", "Schwarze Frau" oder "Sonnenanbeterin" sind die Werke Hinzes betitelt, die durch seine Arbeitstechnik mit der Motorsäge wie aus dem Holz geschlagen wirken. Ihnen fehlen jegliche Schnörkel. Kantig und rauh, wie erstarrt stehen sie, teilweise feuergefärbt und gesichtslos, im Raum. 1992 begann der in Cottbus geborene Chris Hinze mit der Arbeit an solchen Holzskulpturen. Seit 1982 hatte er in der Band "Sandow" gespielt und war nun auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen, erklärte er rückblickend. So entstanden seine ersten KANTIG UND RAUH - Chris Hinze präsentiert seine Arbeiten im Staudenhof Foto: Andreas Klaer Arbeiten, die 1992 in der Galerie im Waschhaus erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die Plastiken, die in den kommenden sechs Wochen im Internetcafe Staudenhof zu besichtigen sind, hat Chris Hinze eigens für diese Räumlichkeiten geschaffen. Die verwinkelten Räume in dem Cafe seien sehr schwierig für eine Ausstellung, erklärte der Künstler. Er habe sich darüber Gedanken gemacht, wie er diese Räume optimal nutzen könnte und sei so zu dem Schluss gekommen, neue Skulpturen zu schaffen. Wenn Chris Hinze anfängt, seine Figuren aus dem Holz zu sägen, dann arbeitet er oft nach vorgefertigten Skizzen. Manchmal jedoch nimmt er irgendeine Form im Holz auf und führt diese weiter. Dann entstehen aus einer Astgabel zwei Beine, aus dem Rest des Stammes der Körper einer Frau. Daneben gibt es Projekte, bei denen der Künstler zusammen mit Musikern auf einer Bühne vor einem Publikum. seine Skulpturen mit der Motorsäge aus dem Holz schält. Erklären will er seine Arbeiten nicht, nur soweit, dass wohl auch viel Unterbewusstes in sie mit einfließt. Die Figuren und Bilder sollen für sich sprechen. So kann jeder etwas anderes in ihnen entdecken. Vom 57. Künstlerstammtisch:
Daß die Leute hier immer weniger Lust haben, sich mit Kunst auseinanderzusetzen, findet er bedauerlich und will es ändern. Gemeinsam mit Mona Höke, Hans Scheuerecker und Steve Zabor gründete er die Künstlergruppe "Nachtlabor". Noch suchen die Künstler nach einem geeigneten Podium, aber sie wollen Ersatz schaffen für die nicht mehr existente Galerie Blobel, die gestorbene Galerie 23. Eine gemeinsame CD mit vertonten Scheuerecker-Gedichten entsteht im Moment; die erste öffentliche Aktion wird am 16. Februar am Branitzer Marstall zelebriert. Musik, Gedichte und die Geburt einer Eisplastik von Hinze zur Buchlesung aus "Der tolle Pückler" gibt es ab 17 Uhr. Und das wird nicht die letzte Aktion sein, läßt er wissen.
cbü Mitte - Zwei Autos fahren aufeinander zu, auf dem Dach des einen Pkw befindet sich ein Schlagzeug nebst Trommler, auf dem anderen Fahrzeug steht ein Mann in einem grauen Overall. Er hält eine Kettensäge in den Händen. So begann am Freitagabend die Performance des in Cottbus geborenen Künstlers Chris Hinze (31) vor der Galerie "Movin` Art" an der Linienstraße 161, die das Spektakel zugunsten von "amnesty international'' organisierte. Zu den Trommelklängen des Musikers Steven Garling schuf Hinze innerhalb einer halben Stunde aus einem rohen Stück Holz eine abstrakte Skulptur. Die wurde unter lautem Beifall der Schaulustigen zu Gunsten der Gefangenenhilfsorganisation "ai" versteigert. I550 Mark können der Menschenrechtsvereinigung nun überwiesen werden, 1000 Mark wurden für Hinzes Skulptur geboten und 550 Mark brachte das Bild, das die Künstlerin Genovewa für den guten Zweck gespendet hatte. Autodach als Atelier: Performance Künstler Chris Hinze (31) aus Cottbus sägt für einen guten Zweck. Seine Skulptur brachte 1000 Mark. Feuer und Eis Ein Erlebnis in Pücklers Schloss, fast wie ein Fest beim Fürsten, erwartet heute die Besucher in Cottbus-Branitz bei der Winter-Soiree " Feuer, Eis, Licht, Lesung und Musik". An Originalschauplätzen des Schlosses liest Carsten Wist um 17 Uhr, begleitet von Cello-Musik, aus dem neuen Buch "Der tolle Pückler". Bei einer Performance im Marstallhof mit Lars Neugebauer formt ab 18 Uhr der Aktionskünstler Chris Hinze (Foto) mit einer Kettensäge eine Eisskulptur. In einer Ausstellungen sind Holzskulpturen des Künstlers zu sehen. 03 55/751 50. imo |